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Discographie / Reviews / Instrumente
Für Bestellungen: www.tap-records.com
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| 1 THE RETURN 2 MOUSLAK 3 KADESH 4 REAL CLOVIS 5 NAHARINA 6 MAHESWAR 7 KIRA,KIRA 8 ANOTHER ROAD 9 HATTUSA 10 DURBAR 11 PROCESSION |
1 HAWKS BAY 2 SUN WHEEL 3 RAT BAG 4 SNAKE DANCE 5 MAYIDA 6 COSMIC DANCER 7 KULFI 8 GARUDA 9 MATA HARI 10 RAMBUTAN 11 PRINCESS OF CLOUDS |
1 ORIENTAL DREAMER 2 BLACK WATER 3 PALIKA BAZAAR 4 PRASAD 5 GANESHA 6 THE MAN FROM BEHIND 7 NIDUNG 8 HUNT OF RABAS 9 THE MAGIC WELL 10 BAY OF BENGAL 11 BY THE FROZEN RIVER 12 AGARBATHI 13 MARKET WILL OPEN |
| 11 tracks, time: 53.20 min | 11 tracks, time: 47.07 min | 13 tracks, time: 64.56 min |
Håkan Almkvist: Lars Björk: |
Håkan Almkvist: Lars Björk: Hasse Bruniusson: |
Håkan Almkvist: |
Texte übernommen mit der freundlichen Erlaubnis von Progressive Newsletter.de
Orient Squeezers - Sadhu
(64:58, Record Heaven, 1999)
Bereits durch die anderen Klanglandschaften wirkt Musik aus asiatischen Ländern unheimlich exotisch und geheimnisvoll. Ende der 60er entdeckte die westliche Welt Indien als Land der Erleuchtung. Benebelt von Drogen, inspiriert von ominösen Gurus fanden Sitar, Tablas und andere für westliche Ohren völlig neue Instrumente den Weg in die Rockmusik. In Zeiten von World Music und der andauernden Verschmelzung verschiedener Kulturen ist es auch Ende 90er immer noch "hip" sich indisch zu geben. Beim Soloalbum des Schweden Håkan Almkvist ist Indien jedoch nicht nur die Inspiration, die Musik des Subkontinents wurde teilweise mit Originalinstrumenten, als auch mit westlicher Technik (E-Gitarre, Keyboards, Samplers, Loops) original in ein modernes Klangspektakel umgesetzt. Hypnotische Rhythmen durchziehen die 13 Songs, abwechselnd schweben Sitar und Gitarre orientalisch psychedelisch angehaucht durch den Raum. Dabei handelt es sich nicht um New Age geschwängertes Herumgestochere auf dem fliegenden Teppich und Sinnsuche in fremden Kulturen. "Sadhu" wirkt originell, modern und eigenständig. Ein Album mit echtem Exotenbonus.
Kristian Selm
Progressive Newsletter.de
Orient Squeezers - Nubia
(53:19, Record Heaven, 2001)
Orient Squeezers ist das Projekt des Schweden Hakan Almkvist (Ensemble Nimbus). Die Musik ist eine perfekte Kopie orientalischer, genauer gesagt indischer Basarklänge mit psychedelisch-epischen Ausuferungen und entrückt-verzauberter Atmosphäre. Schon die Vorgängeralben "Sadhu" und "Walking on clouds" (letzteres unter In The Labyrinth veröffentlicht) vermochten indisches Flair eindrucksvoll zu vermitteln. Dazu spielt Hakan eine beeindruckende Menge an Instrumenten: Sitar, Tabla, Tanpura, el. Guitar, Bass, Keyboards, Percussion. Hinzu kommen Samples, Tapes, Loops, Fx. Lars Björk (auch Ensemble Nimbus) spielt in einem Stück Klarinette, singt und erzeugt Soundeffekte. Die völlige Orientierung auf indische Klänge, die kompositorisch nur wenig von den Originalen abweichen, verlangen vom Hörer wirkliche Hingabe. Und wie unter Hypnose wirken die seltsamen, märchenhaften Töne, Stimmungen und Klangfarben beruhigend und entspannend. Die sphärisch sich entwickelnden psychedelischen (Rock-)Motive ranken sich fließend darum, keineswegs störend, sondern ergänzend und die weite und vielfältige Harmonie umspielend. Dass die 11 Songs von einem schwedischen Musiker eingespielt wurden, ist nicht ansatzweise zu hören. Hakan Almkvist muss sich viel mit indischer Musik beschäftigt haben. Zudem nutzt er Samples von Stimmen orientalischer Musiker, die das Klangbild rund machen. Teilweise steigern sich die Songs in Trance (Maheswar), und ein wunderschönes, völlig enthobenes Klangbild tut sich auf. Ein schönes Beispiel, wie psychedelische Musik sich von populären Strukturen lösen und an Weltmusik anknüpfen kann, ohne seine Berechtigung zu verlieren. Wie werden die 11 Songs nur klingen, wenn sie auf bewusstseinserweiterte Ohren treffen?
Volkmar Mantei
Progressive Newsletter.de
Texte ab Wikipedia.de
Die Sitar ist ein indisches Zupfinstrument mit vier Spielsaiten und 14-16 Resonanzsaiten.
Das Musikinstrument bestehend aus einem Kürbis als Resonanzkörper und einem langen Hals auf dem sich rundgebogene verschiebbare Messingbünde befinden, auf denen man die Saiten extrem ziehen und so die Tonhöhe um bis zu einer Quinte beugen kann. Der Steg (Javari) hat eine besondere gekrümmte Form, so dass die Saiten z.T. aufliegen, und einen besonders obertonreichen Klang erzeugen. Die Saiten werden mit einem auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckten Plektron aus Draht (Mizrab) angeschlagen.
Die Sitar ist das bedeutendste Instrument der klassischen nordindischen Musik. Sie wird meistens solistisch gespielt, mit der Begleitung von Tabla und Tampura.
Ein sehr berühmter Sitarspieler ist der Inder Ravi Shankar, der vor allem durch die Beatles und die Zusammenarbeit mit dem Geiger Yehudi Menuhin auch außerhalb Indiens Berühmtheit erlangte.
Die Tabla ist ein Schlaginstrument, das vor langer Zeit in Nordindien auf der Basis uralter traditioneller Trommeln weiterentwickelt worden ist. Die Form geht auf kleine arabische Pauken zurück. Der Aufbau der Felle und die Spieltechnik sind indischen Ursprungs. Eine Legende führt ihre Erfindung auf Amir Khausro zurück, der eine Pakhawaj in der Mitte zerlegt haben soll.
Sie wird mit einer speziellen Fingerschlagtechnik gespielt und bietet eine große Klangvielfalt. Das Instrument ist auch schon als Königin der Trommeln bezeichnet worden.
Genaugenommen besteht die Tabla aus zwei Trommeln: einer bauchigen aus Metall oder Ton (Bayan (die "Linke") oder auch Duggi genannt) und einer mehr zylindrischen aus Holz (die eigentliche Tabla, auch Dayan (die "Rechte" genannt). Das augenfälligste sind die schwarzen Punkte (Syahi) auf den kompliziert aufgebauten Fellen (Puri). Diese werden aus einer geheimen Mixtur mit Eisenstaub, Reis und anderen Zutaten hergestellt und sind hauptverantwortlich für den unnachahmlichen Klangreichtum der Trommeln. Zum Spielen werden die Trommeln in Ringe gestellt, damit sie den nötigen Halt haben und der Korpus unbeeinträchtigt schwingen kann.
Auf der bauchigen Bayan erklingen die charakteristischen melodiösen Bassklänge, während die kleinere Trommel mit einem Hämmerchen auf einen bestimmten Grundton gestimmt wird. Wegen des komplexen Aufbaus der Felle und der vielen Anschlagsmöglichkeiten kann eine Vielzahl verschiedener Klänge erzeugt werden.
Die Tabla-Spieler bedienen sich einer eigenen Sprache, die den einzelnen Schlagkombinationen Sprechsilben (Bols) zuordnet, so dass man jedes Muster nicht nur spielen, sondern auch sprechen kann, z. B.:
Grundlage des Spiels sind rhythmische Zyklen (Tala), die den Rahmen für vielfältige rhythmische Variationen und virtuose Improvisation bieten.
Die Tabla ist das Standard-Rhythmusinstrument in der klassischen nordindischen Musik (im Gegensatz zur südindischen Musik, wo vor allem die zweiseitig bespannte Trommel Mridangam Verwendung findet). Die Tabla kann als begleitendes Instrument für ein Melodieinstrument, etwa Sitar gespielt werden. Dann ist es ihre Aufgabe den Tala zu verdeutlichen, indem sie dessen festgelegtes Muster (Theka) spielt und rhythmische Verzierungen antubringen, insbesondere um die Hauptbetonung des Tala hervorzuheben.
Die Tabla kann aber auch solistisch gespielt werden. Dann wird sie von einem Melodieinstrument, traditionell von dem Streichinstrument Sarangi oder heute auch von einem indischen Harmonium begleitet, das eine kurze Melodiephrase Lahara ständig wiederholt. Der Tablaspieler improvisiert nach der Regeln des Tala. Er kann die Betonuungen gegen den zugrundeliegenden Tala verschieben und Gegen- und Kreuzrhythmen verwenden, die erst nach längerer Zeit wieder aufgelöst werden. Die Laharamelodie dient dann den Zuhöreren als Orientierung innerhalb der Tala. Es gibt aber auch komponierte Stücke, die den Ein Tablasolo kann ein kurzes Intermezzo in einem Konzert sein oder auch über eine Stunde dauern, die Begrenzung liegt nur in der Kreativität und der Repertoirekenntnis des Spielers.
Die Tabla ist auch ein wichtiges Instrument zur Begleitung des klassischen Tanzes Kathak und der religiösen Gesänge der Hindu (Kirtan und Bhajan), Muslime (Qawwali) und Sikhs. Auch die Filmmusik von Bollywood verwendet sie gern.
Wegen des interessanten Ton-Repertoires wird sie inzwischen längst auch in westlichen Fusion-Musikprojekten, Jazz und Weltmusik eingesetzt. Als begabtester Tabla-Meister unserer Zeit wird häufig Zakir Hussain genannt, der außerhalb Indiens vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Gitarristen John McLaughlin bekannt geworden ist. Andere (im Westen) bekannte Spieler sind Zakirs Vater Alla Rakha, Anindo Chatterjee und Swapan Chauduri.
Die Tanpura (auch: Tambura) ist ein indisches Saiteninstrument. Sie wird als Borduninstrument verwendet und erzeugt einen obertonreichen Klang. Meist ist sie aus dem harten Holz des Brotfruchtbaumes geschnitzt.
Santoor (indische Variante der Zither)